Die Wahl zwischen Asset Deal und Share Deal kann beim Immobilienkauf über Millionenbeträge entscheiden. Während beim Asset Deal die Immobilie direkt gekauft wird, geht es beim Share Deal um Anteile an einer Gesellschaft.
Reform 2021: Neue Spielregeln
Seit Juli 2021 gelten strengere Regeln:
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Beteiligungsgrenze von 95 % auf 90 % gesenkt
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Haltefrist von 5 auf 10 Jahre verlängert
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Innerhalb von zehn Jahren dürfen nur 89,9 % übertragen werden
Vorteile und Nachteile
Vorteile:
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Einsparung der Grunderwerbsteuer (bis zu Millionenbeträge)
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Nutzung stiller Reserven
Nachteile:
- Hohe Komplexität und Kosten
- Lange Kapitalbindung
- Risiken durch Übernahme von Gesellschaftsverbindlichkeiten
Praxisbeispiel
Ein Investor plant den Kauf eines Bürogebäudes für 50 Mio. €. Ein klassischer Asset Deal würde 3,25 Mio. € Grunderwerbsteuer kosten. Durch einen Share Deal (89,9 % der Anteile) kann diese Steuer vermieden werden – allerdings mit der Auflage, den Restanteil zehn Jahre beim Co-Gesellschafter (Voreigentümer) zu.
Fazit:
Share Deals sind nur für große Investoren sinnvoll. Für kleinere Anleger bieten klassische Strukturen oft mehr Sicherheit. Ohne erfahrene steuerliche Beratung ist dieses Modell nicht empfehlenswert.
Unsere Unterstützung für Euch
Gerne beraten wir Euch individuell zu dem Thema.
Die rechtssichere Umsetzung erfordert jedoch fachkundige Begleitung. Vereinbart gerne einen persönlichen Beratungstermin unter über den Button „Termin buchen“, bei dem wir Eure individuelle Situation analysieren und einen maßgeschneiderten Gestaltungsvorschlag erarbeiten. Wir stehen gern als steuerlicher Sparringspartner zur Verfügung.
Beste steueroptimierte Grüße von den
#Steuerknaben